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Mit seinen nun etwas längeren Haaren erinnert er ein wenig an den früheren Bayern-Star Niko Kovac. Und gegen die Bayern hat Filip Kusic (29), Neuzugang von Lok Leipzig, einst auch bereits für ein paar Minuten in der Bundesliga gespielt. Seit ein paar Tagen ist der Verteidiger nun bei Lok Leipzig in der 4. Liga unter Vertrag. Ein Glücksfall. Letztlich für beide Seiten.
Plötzlich stand Kusic ohne Vertrag da
Lok suchte Ersatz für den länger verletzten Jan-Philipp Stein. Und Kusic suchte einen neuen Klub. Dass bereits seit dem Sommer, als es für ihn bei Drittligist Energie Cottbus nicht mehr weiter ging. Monatelang blieb er trotz seiner beeindruckenden Vita (20 Zweitligaspiele für Aue, 91 Drittligaspiele für Cottbus, Zwickau und Türkgücü München) ohne Vertrag. „Ich war lange Zeit in der Heimat in Serbien. Dort habe ich bei einem unterklassigen Fußballverein trainiert und konnte mich super fit halten“, erzählt er. „Sonst ist es etwas einsam, wenn man nur am Laufen ist und Kondition abarbeitet.“
Ein Erinnerungsfoto nach dem letzten Training. Am Samstag geht es heim
Doch warum musste er eigentlich so lange auf seine Chance warten? Kusic erklärt: „Es ist alles anders gekommen, als man es sich vorgestellt hatte. Der Plan war immer, den Vertrag in Cottbus zu verlängern. Das wurde auch immer so kommuniziert. Leider kam es am Ende nicht dazu und die Entscheidung fiel leider auch zu einem sehr späten Zeitpunkt, sodass es für mich schwierig war, etwas anderes adäquates zu finden. Und wenn man dann erst einmal so ein bisschen ins Hintertreffen geraten ist, wird es auch nicht gerade leichter. Dementsprechend habe ich in die Röhre gucken müssen. So ist aber auch leider das Geschäft. Es war eine langwierige Zeit ohne Verein.“
[–>Die nun endete. Nach einem Facetime-Telefonat mit Trainer Jochen Seitz und Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth war der Vertrag bis 2027 klar. Und gleich in seinem ersten Spiel, im Test gegen Oberhausen (3:1), erzielte er den Führungstreffer für den FC Lok. Kusic: „Die Jungs haben Qualität, das gefällt mir wirklich gut. Leipzig ist eine tolle Stadt, Lok ein super Verein. Für mich war es wichtig, Ambitionen zu haben, aufzusteigen, in die 3. Liga zu kommen. Und einen traditionsreichen Verein zu finden, der eine Fanbase hat. Deshalb ist man in den Gesprächen schnell zueinander gekommen.“
Zum Glück für beide Seiten.

