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Hamburg – Manchmal macht die „Tagesschau“ auch richtig gute Laune. Wie am Freitagmorgen, kurz vor 7.30 Uhr. Die ARD-„Morgenmagazin“-Moderatoren Anna Planken (45) und Till Nassif (55) wollten aus ihrer Sendung gerade zu den Nachrichten schalten. Dann das: ARD-„Tagesschau“-Lady Susanne Daubner (64) war zwar hinter ihnen auf dem großen Bildschirm zu sehen. Doch statt die Zuschauer zu begrüßen, schminkte sich die Moderatorin noch mal eben nach.
Neben ihr auf dem Sprecherpult eine Wasserflasche. Alles Live!
[–>Susanne Daubner: „Ich hatte das Ohr noch nicht dran“
Erst nach ein paar Sekunden wurde Daubner bewusst, dass sie bereits auf Sendung ist. Sie nahm die Panne mit viel Humor, lächelte – und war nach einem kurzen „Es tut mir leid. Ich hatte das Ohr noch nicht dran. Deswegen hatte ich euch nicht gehört“ bereit. Gemeint war ihr Mini-Kopfhörer, über den die Nachrichtensprecherin Hinweise von der Regie erhält.
Und weiter im Text! Susanne Daubner lacht die Panne souverän weg und beginnt dann mit den Nachrichten
Was genau in diesem Moment passiert war, erklärt „Tagesschau“-Legende Jan Hofer (75) BILD: „Die Regie hat ein wenig zu früh auf das Studio in Hamburg gestellt. Das passiert öfter, und dann steht man da sekundenlang dumm herum. Das Problem ist, dass man sich selbst schon auf einem Bildschirm sieht, aber nie genau weiß, wann man wirklich ‘live auf dem Sender’ ist. Wenn man Glück hat, gibt es noch einen, der einem über den Kopfhörer ‘Und ab!’ sagt.“
Susanne Daubner (damals 41) und Jan Hofer (damals 52) beim Tag der offenen Tür des NDR-Funkhauses im September 2002. Hofer (war bis 2020 fast 40 Jahre lang bei der „Tagesschau“) und Daubner (wurde 1999 ins Sprecherteam geholt) kennen und schätzen sich seit Jahrzehnten
Das sagt Jan Hofer über „die Susanne“
Hofer: „Früher war Susanne etwas spröde und zurückhaltend, man könnte auch sperrig sagen. Inzwischen hat sie eine Lässigkeit und Coolness entwickelt, dass man ihr so kleine Pannen niemals übelnehmen würde. Ganz im Gegenteil. Susanne geht mittlerweile mit einer solchen Selbstverständlichkeit an die Sendung heran, sie tut der ‚Tagesschau‘ wirklich gut und ist auch deutlich humorvoller und entspannter, als man es ihr als Zuschauer vielleicht zutrauen würde.“
Schönes Gespann: Susanne Daubner (damals 54) mit ihrer Tochter Jo (damals 25) im Januar 2015 beim Semperopernball in Dresden. Ende 2024 wurde Daubner Oma
Auf TikTok erreicht Daubner auch die Jüngeren
Was Daubner vor allem beim jungen Publikum beliebt gemacht hat, sind Clips, in denen sie seit 2021 das Jugendwort des Jahres präsentiert. Als sie im Juli 2024 aufhören wollte, gab es Fan-Proteste – und Daubner machte weiter.
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Ex-Kollege Hofer: „Versprecher und solch kleine Pannen sind gar nicht schlimm. Im Gegenteil, sie machen uns ein bisschen menschlich und nahbar. Es darf natürlich nie zu viel werden.“ Hofer ist Ähnliches passiert. Zum Beispiel, als er 2019 einen Schwächeanfall vor laufender Kamera erlitt (verursacht durch eine verschleppte Grippe) und der Regisseur nicht sofort wegschaltete.
Jan Hofer sackte am 14. März 2019, am Ende der 20-Uhr-Nachrichten, plötzlich weg – die Kamera blieb unglücklicherweise an
Hofers Mikro war noch an …
„Ein anderes Mal scherzte ich mit einem Kollegen über Immobilienkurse“, so Hofer. Weil das Mikrofon noch nicht ausgeschaltet war, konnten Millionen Zuschauer sich live mitfreuen, als er sagte: „Ich habe vorgestern eine Neubewertung meiner Immobilien bekommen durch die Bank. Teilweise das Dreifache.“ Kollege Claus-Erich Boetzkes (69): „Warum arbeitest du dann noch hier?“ Hofer: „Das weiß ich auch nicht.“
Heute sagt er über diese Live-Panne schmunzelnd: „Die Leute wollen bei so etwas ja gar nicht wissen, ob das stimmt oder ein Witz war. Man muss es charmant weglächeln und weitermachen.“ So wie jetzt auch Susanne Daubner.

