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Berlin – Ein 14-jähriger Intensivtäter bombte am Mittwoch eine ganze Wohnung in Gropiusstadt in Schutt und Asche. Am frühen Morgen hatte er einen mutmaßlich aus Polenböllern gebastelten Brandsatz auf einen Balkon geschmissen. Der Anschlag galt offenbar einem gleichaltrigen Jungen, der hier mit Mutter und Schwester lebt.
Wie die Berliner Polizei am Donnerstag mitteilte, kam es um 7.35 Uhr vor einem sechsgeschossigen Haus am Feuchtwangerweg im Bezirk Neukölln zu der Attacke. Demnach sah eine Zeugin, wie ein Jugendlicher einen Gegenstand auf einen Balkon im Erdgeschoss warf und davonrannte.
Mutter und Sohn durch Feuer verletzt
Kurz darauf kommt es zu einer heftigen Explosion. Der Balkon steht danach lichterloh in Flammen, die an der Fassade bis hinauf in den 6. Stock schlagen. In der betroffenen Wohnung und eine Etage darüber bersten die Fenster, das Feuer greift auf die Wohnung über! Der 14-Jährige und seine Mutter (53) sind zu Hause, beide erleiden Rauchgasvergiftungen.
Die Flammen schlugen an der Fassade bis in den 6. Stock hoch
Die inzwischen alarmierte Feuerwehr kann den in Flammen stehenden Balkon schnell löschen und ein Übergreifen auf den Rest des Hauses verhindern. Polizeikräfte können den jugendlichen Täter anhand der Zeugenbeschreibungen noch in der Nähe festnehmen. Mutter und Sohn kommen ins Krankenhaus, auch am Donnerstag sind sie noch immer in Behandlung.
Laut Polizei handelt es sich bei dem 14-Jährigen um einen polizeibekannten Intensivtäter. Offenbar ist er so gefährlich, dass gegen ihn Haftbefehl erlassen werden soll. Gegen ihn wird wegen besonders schwerer Brandstiftung ermittelt.
Anschlag soll Sohn gegolten haben
Die zum Teil verbrannte Wohnung ist gesperrt und versiegelt. Nachbarn berichten, dass durch die Explosion das ganze Haus gebebt haben soll. Sie sprechen von einer Kugelbombe. In der betroffenen Wohnung lebt die alleinerziehende 53-Jährige mit ihrem Sohn und einer Tochter (18).
Nach BILD-Informationen soll der Anschlag dem 14 Jahre alten Sohn gegolten haben. Er soll wiederholtem Mobbing und Attacken durch den jetzt festgenommenen Täter ausgesetzt gewesen sein. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

